RAG steht für Retrieval-Augmented Generation. Übersetzt: Das Sprachmodell schlägt vor der Antwort in Ihren Dokumenten nach, statt aus dem Gedächtnis zu raten. Damit wird aus einem allgemeinen KI-Chatbot ein Firmenassistent, der Ihre Handbücher, Angebote und Richtlinien kennt und jede Antwort belegen kann.
Fakten geprüft, Stand: August 2026
Der Effekt: keine halluzinierten Fakten aus dem Trainingswissen, keine veralteten Preislisten. Ändert sich ein Dokument, ändert sich die Antwort, ohne dass das Modell neu trainiert werden muss.
Ein Handwerksbetrieb speichert Leistungsverzeichnisse, Hersteller-Datenblätter und interne Arbeitsanweisungen. Die Frage 'Was gilt bei uns bei Reklamationen innerhalb der Gewährleistung?' wird beantwortet aus den eigenen AGB und der internen Regelung, mit Verweis auf beide Dokumente. Dieselbe Frage stellt ein öffentlicher Chatbot aus allgemeinem Halbwissen zusammen, ohne Bezug zu Ihrem Betrieb.
RAG bringt Ihr Wissen zur Antwortzeit ins Modell, Fine-Tuning bringt Ihr Wissen dauerhaft ins Modell hinein. RAG ist günstig, aktuell und nachprüfbar; Fine-Tuning lohnt für Stil und Fachsprache. Die ausführliche Entscheidungstabelle steht auf unserer Trainings-Seite (unten verlinkt).
RAG benötigt Zugriff auf Ihre Dokumente. Läuft das Modell lokal, bleiben auch die Dokumente im Haus, das System funktioniert offline, und die Suchdaten stehen nicht bei einem Cloud-Anbieter. Für sensible Unternehmensdaten ist das die risikoärmste Architektur.
Nein, RAG ist eine Architektur um ein bestehendes Sprachmodell herum. Das Modell bleibt unverändert; RAG sorgt dafür, dass Ihre Dokumente bei jeder Antwort berücksichtigt werden.
So aktuell wie Ihre Dokumente. Ein neues Dokument ist nach dem Einspielen sofort verfügbar. Das ist der größte Vorteil gegenüber dem starren Wissensstand des Modells.
Die Softwarebasis ist quelloffen und kostenlos. Der Aufwand liegt in Aufbereitung, Einrichtung und Absicherung. Bei uns ist ein produktives RAG-System Teil des Festpreis-Piloten ab 3.500 Euro.
Grundsätzlich ja, sinnvoll ist es aber, mit den wichtigsten Wissensquellen zu starten: Handbücher, Richtlinien, Prozessbeschreibungen. Eine aufgeräumte Datenbasis schlägt jede größere.
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